Auf den Hund gekommen

Es ist kurz nach zehn Uhr. Ich habe mich in meinem neuen Zuhause auf der Stächelegg eingerichtet. 1304 Meter über Meer. „Du hesch welle schaffe, gäu“, fragt Älpler Chregu vorsichtshalber nochmals nach. Ich nicke und wenige Minuten später sitze ich hinten auf dem Einachser. Ein Aebi. Jahrgang 1955. Neun Pferdestärken. Das Gefährt hat „Pfopf“, kommt trotzdem zeitweilig ein wenig ins Stottern. Kein Wunder. Der Weg zur 90 Aren grossen Weide im Gebiet Tremle ist stotzig.

Wieso Chregus Angestellter Hansueli lieber hinter dem Wagen herläuft, wird mir schnell klar. Mich schüttelts auf der Ladefläche durch. Doch die holprige Fahrt ist  dank „Heidelberger-Kalk“ als Sitzunterlage „z’breschtiere“. 10 Säcke à 40 Kilo haben wir geladen. Biologischer Nährstoff für den sauren Napfboden. Er soll das Gras spriessen lassen.

„De Bode chalche?“ Der gebürtige Langnauer Hansueli ist ein guter Lehrmeister. 29 Alpsommer hat der 50-jährige auf dem Buckel und in den Beinen. Hansueli zeigt mir geduldig, wie die Sähwanne angezogen wird. Ich schultere die Tragriemen, gehe mit 20 Kilo Kalk vor dem Bauch auf Wanderschaft. Säen links, säen recht. Beidhändig. Schritt für Schritt den Hang hinauf und dies in bester Begleitung. Kuba, der viermonatige Border Collie ist ganz aus dem Häuschen, springt mit meinen Handbewegungen. Nach links und nach rechts. Kuba libre! Hund sollte man sein.

Ich selber bin nach zwei Stunden das erste Mal auf dem Hund. Fix und fertig gehts zum Mittagessen zurück auf die Stächelegg. Chregu hat gekocht. Gitzi steht auf dem Speiseplan. Für mich ein Novum.  Apropos Geissen: Ihr Fressverhalten beschäftigt mich am Nachmittag . Dazu später mehr.

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