Montag, 22. Juli, 9:45 Uhr

Himmlisch: Der stellvertretende Sakristan Othmar Steffen (vorne) geniesst mit WB-Reporter Stefan Bossart die Aussicht aufs Rottal.

Die Tür zum Himmel öffnet sich

Drei Tage und zwei Nächte wird der St.Urbaner Kirchturm zu meinem Zuhause. Othmar Steffen dreht den Schlüssel und mit einem Knarren geht die Türe auf, hinter der die Treppenstufen in den rechten der beiden St.Urbaner Wahrzeichen führt. Doch bevor es zum ersten Mal in himmlische Höhen geht, erklärt mir der stellvertretende Sakristan die Hausregeln. Hier die für den WB-Reporter einschneidensten: Bierchen trinken und die weitherum bekannten Cervelats aus der Klostermetzgerei Haas grillieren? Fehlanzeige! Mit Promille auf dem Turm wäre es zu gefährlich. Ganz zu schweigen hier oben zu Kohlen zu greifen. Was St. Urban vor über 500 Jahren in helle Aufregung versetzte, soll sich schliesslich nicht wiederholen. „Schutt und Asche gabs hier bereits einmal“, sagt Othmar Steffen. Am 7. April 1513 geriet das Kloster infolge eines Wutanfalls des Küchengehilfen in Brand. Er hatte heisses Öl ins Feuer der Klosterküche geleert. Das ganze Geviert der Gebäulichkeiten ging in Flammen auf, ebenso die Kirche. Tragisch: Ein Mönch, der als Strafe in seinem Zimmer eingeschlossen war und unter Arrest stand, kam bei diesem Unglück ums Leben. 

„Das Kloster lag schon einmal in Schutt und Asche“

Othmar Steffen, Stellvertretender Sakristan

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