Schwere Kost im Konvent

Foto3Nach Rosenkranz und Vesper begeben sich die Schwestern zum Nachtessen in den Konvent. Jede Benediktinerin hat ihren Stammplatz. Jede besitzt ihr eigenes Besteck. Auch ich. In einer rosa Hülle stecken Gabel, Messer, Suppenlöffel und Teelöffel. Eigenhändig wäscht jede ihr Besteck nach dem Mahl mit warmem Wasser ab. Ich tue es den Schwestern gleich.Foto2

Wie schon am Mittag sorgt Schwester Pia (links), ursprünglich aus Ettiswil, für ständigen Nachschub. Mitschwester Luzia liest derweil etwas vor. Heute ist der Böttu an der Reihe. Im Fokus: die Sommerserie. Während wir an den beiden Tischen genüsslich in ein Stück Kirschenwähe beissen, lauschen wir ihren Worten am Lesepult. Schwere Kost.

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Die ausgewählten Passagen handeln von Lucy H., einer misshandelten Frau, die WB-Kollegin Irene Zemp im Rahmen ihres Besuches im Frauenhaus kennenlernte. Ihr Schicksal lässt einem zwischendurch trotz leckerster Speise leer schlucken. Das Nachtessen zubereitet hat übrigens Küchenfee Dorothea Wullschleger. Zusammen mit zwei weiteren Frauen bildet sie das dreiköpfige Küchenteam, das die zehn Schwestern – und mitunter auch mich – kulinarisch verwöhnt.

Nach einer kurzen Erholungszeit treffen sich die Benediktinerinnen nochmals im Schwesternchor zum letzten Gebet des Tages: Komplet. Den Konvent verlassen sie aber erst, nachdem bereits für das Frühstück für den nächsten Morgen alles vorbereitet ist.

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