Der Weg in ein drogenfreies Leben

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St.Urban/Obernau Kokain und Heroin: Sie bestimmten die letzten neun Jahre das Leben von Frank, nahmen ihm alles, was er liebgewonnen hatte. Der Böttu-Bus begleitete ihn auf enem wichtigen Wegstück, um «sauber» zu werden.

Nichts wie weg von hier. Frank konnte es kaum erwarten, ins Böttu-Taxi zu steigen und St.Urban zu verlassen. Obwohl er die Klinik und die Betreuung über alles rühmt. Obwohl es nichts Besseres gegeben habe, als hier hinzukommen.  «Du kommst nach St. Urban, um möglichst schnell wieder zu gehen», sagt Frank. Sechs Wochen hat er hier einen Entzug durchgemacht.  Schwitzen und Zittern. Wallende Hitzeschübe und Gänsehaut. Kopf- und Gliederschmerzen. Auf dem «Aff zu sein» bedeute, jede einzelne Stelle des Körpers zu spüren. «Gleichzeitig stürzt du psychisch in ein riesen Loch. Du kannst nicht mehr schlafen. Die Gedanken beginnen zu drehen, du merkst, wie du dein ganzes bisheriges Leben an die Wand gefahren hast», sagt Frank. 32 ist er. Neu beginnen will er. «Haus, Familie, Kinder. Am liebsten wäre ich ein richtiger Bünzli.» Sein Weg dazu führt über die Therapiestation Lehn in Obernau, wo er rund eineinhalb Jahre den Schritt zurück ins Leben lernen will.  Auf der Fahrt zu seiner «Hoffnungstätte» erzählte er seine Geschichte und wieso sein ganzes Leben in einer Einkaufstüte Platz hat. Dies alles wegen eines Briefchens, das er mit 23 Jahren in einer Schublade fand.

Mehr dazu in der Printausgabe vom Freitag.

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