Wieso er seinen Flieger mit dem Böttu-Taxi auf den Modellflugplatz Stocki bringen wollte, erzählt Adrian Amrein im Video.
Wahlkampf im Böttu-Taxi
Franz Wicki aus Grosswangen nutzte das Böttu-Taxi, um Wahlkampf zu betreiben. Wen er unterstützt sehen Sie im Video.
Von Nationalratskandidaten, Modellfliegern und Fussballfans
Formel-Renault-Pilot Thomas Aregger manövrierte gestern Nachmittag „teure“ Fracht: So unter anderem das Ehepaar Wicki aus Grosswangen mit ihren Gästen, den Nationalratskandidaten Ida Glanzmann und Martin Schwegler. Erst das Vergnügen, dann die Arbeit hiess es ausnahmsweise für Thomas Aregger. Bei einem feinen Eiskaffee durfte er entspannen, bevor es via Altishofen zum Wallfahrtsort Luthern Bad ging. Mit viel Fingerspitzen- respektive Fussgefühl steuerte er das Böttu-Taxi um die zahlreichen Kurven.
Dass im Böttu-Taxi sogar Flieger Platz haben, zeigte Adrian Amrein. Den 24-jährigen Willisauer Piloten und seinen zwei Meter langen Modellflieger chauffierte Aregger zum Modellflugplatz Stocki, wo der Pilot sein Können sogleich unter Beweis stellte.
Abendzeit ist Fussballzeit: Dies sagte sich Christian Frei aus Kottwil und buchte das Böttu-Taxi, um mit vier Kollegen zum Testspiel FC Luzern – Borussia Dortmund zu reisen. Mit dem Schlussresultat von 1:4 aus Sicht des FCL-Fans konnte er gut leben. Denn wer kann schon von sich behaupten, dem Schweizer Nati-Goalie Roman Bürki über die Schultern geschaut zu haben!?
Auch Heute Mittwoch fährt das Böttu-Taxi. Auf der Suche nach spannenden Fahrgästen und Geschichten wird der rote Flitzer mit Jahrgang 1976 wieder einige Kilometer zurücklegen.
Zum Mittagessen chauffiert
Wieso Marco Kunz mit seiner Tochter ins Böttu-Taxi stieg und wohin sie wollten, verrät er im Video.
Heute tritt ein Champion aufs Gaspedal

Redaktor Vogel und Praktikant Khan waren gestern „on the road“, fuhren Leute von A nach B. Bald sticht das „Böttu-Taxi“ wieder aus dem Viehmarkt 1 in die Hauptstrasse und sucht Fahrgäste. Durch die offenen Fenster weht der Wind in den Haaren, dazu Dodo’s Hippe-Bus in den Ohren – ein Feeling, dass Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Und das ganze kostenlos. Profitiert haben gestern auch Marco Kunz und seine Tochter Amy, welche wir von Hergiswil ins Hübeli chauffieren durften.
Wer heute nicht mitreitet, ist selbst schuld! Denn schneller wird das „Böttu-Taxi“ mit Sicherheit nie mehr durch die Strassen des WB-Gebiets manövriert. Von 13 bis 18 Uhr sitzt der Willisauer Formel-Renault-Champion Thomas Aregger hinter dem Steuer. Der Autoliebhaber besitzt selber einen Oldtimer und wird unseren „Böttu“ daher mit Samt-Fahrer-Handschuhen anfassen.
Die Taxi-Fahrgäste
Warum hatte der Willisauer Toni Bättig als erster Fahrgast das Böttu-Taxi gerufen? Und wohin fuhr die Schötzerin Elisabeth Kunz? Sie verraten es im WB-Video.
Der VW-Oldtimergruss
Kreuzen sich auf der Strasse zwei Motorradfahrer, wird gegrüsst. Mit der linken Hand vom Lenkergriff spreizt man mindestens zwei Finger und nimmt so den entgegenkommenden Töff-Fahrer zur Kenntnis. So habe ich das als Nicht-Motorradfahrer-Fahrer mal gehört und ab und an gesehen. Uncool sei das Grüssen mit der rechten Hand. Im Notfall sei aber auch ein Nicken mit dem Kopf erlaubt, hat mir ein Lenker einer Honda-Maschine gesagt. Soweit, so gut. Aber wie verhält es sich als VW-Oldtimer-Bus-Fahrer? Wird unter den VW-Busfahrern auch gegrüsst? Und wenn ja, wie? Sagen sich VW T1 Fahrer anders hoi als VW T2 Fahrer? Fragen über Fragen. Allesamt kann ich sie nicht beantworten. Aber all jene, die dem Böttu-Taxi in diesen Tagen freudig zu winkten oder mittels Lichthupen ihre Bewunderung über das schöne Fahrzeug teilten: sie erhielten von mir (meistens) einen Gruss zurück. Teils etwas unsicher, weil beide Hände fest an den Lenker geklammert waren und ich mit Gas, Bremse oder Kupplung beschäftigt war. Aber durch kräftiges Augenzwinkern, Nicken oder teils sogar mit mutigem Abspreizen der Finger weg vom Lenkrad erwiderte ich die Grüsse. Und freute mich über die geglückte Aktion.
Toni Bättig: Geiss statt Griechenland
Der Willisauer APM-Therapeut Toni Bättig hat Reise-Erfahrung mit einem alten VW-Bus. 1973 wars, als er sich zusammen mit fünf Kollegen ein solches Gefährt kaufte und damit mit Lehrerkolleginnen und Lehrerkollegen nach Venedig, dem damaligen Jugoslawien, Bulgarien, Istanbul nach Athen und wieder zurück fuhr. 24 Jahre alt war er damals. „Es war eine unbeschreiblich schöne Zeit“, erinnert sich der 66-jährige. Als er von der WB-Sommerserie hörte, kamen bei ihm Erinnerungen hoch. „Die Möglichkeit, wieder in einem alten VW-Bus mitzureisen, die wollte ich mir nicht entgehen lassen.“ Statt ins ferne Griechenland, gings es diesmal nach Geiss in den Ochsen. Und via Schlatt, Menznau, Rötelberg, Ostergau zurück nach Willisau. Am Steuer: Toni Bättig. Ein paar Impressionen früherer Tage sehen Sie hier:
Bild 1: Der VW-Bus steht mit Getriebeschaden in Edirne (Westtürkei) still. Davor ein Mechaniker, der sich um das Gefährt kümmert.
Bild 2: Lehrerkolleginnen
Bild 3: Vor der Abfahrt schneidet sich Toni Bättig seinen Vollbart.
Die Medizintasche und das Diabetes-Set
Die eine Fahrt, die blieb dem WB-Fahrer speziell in Erinnerung. Es war jene mit der Willisauer Kinderspitex-Pflegefachfrau Ruth Kreiliger. Die Tour (die grosse Reportage lesen Sie am Dienstag, 21. Juli in der Printausgabe) führte durch das Hinterland nach Fischbach, später nach Ebersecken. Dort, im 420-Seelen-Dorf kümmerte sich die Pflegefachfrau um die zwölfjährige Manuela. Sie ist eine von sc
hweizweit rund 40 000 Diabetes-Erkrankten. Mehrmals täglich misst sie ihren Blutzuckerwert, spritzt sich Insulin. Im „Akku-Check“ – ihrem Diabetes-Set (siehe Foto) – ist das Blutzuckergerät, Traubenzucker, eine Stechhilfe zum Stüpfen, Plättli, den Diabetes-Ausweis, Desinfektionsmittel, Nadeln, das Diabetes-Tagebuch und ein Insulin-Pen verstaut. Die Diagnose hat das Leben der Familie auf den Kopf gestellt. Trotzdem sagt die Mutter der Jugendlichen. „Sie hat sehr schnell gelernt, mit der Krankheit umzugehen.“
Der „Akku-Check“ gehört tagein, tagaus zum Leben der Diabetes-Erkrankten. Genauso wie die Kinderspitex-Pflegefachfrau jeden Tag mit ihrer Medizintasche zur Arbeit geht. Was dort alles drin ist? Der WB hat hineingeblickt. Zu sehen waren Kugelschreiber, Natel, Ticker, Desinfektionsmittel, Stetoskop, Schreibunterlagen, Scheren und die Agenda.















