Die erste Gipfelwanderung ist vollendet

Hier nochmals die schönsten Momente der Tour auf den Bodenberg:

Eine schaurige Geschichte

In der Schulbank sass Alois Müller, als er zum ersten Mal die Sage des Wegkreuzes in der «Obergretti» hörte. «Unser Erstklasslehrer Fischer war ein hervorragender Geschichtenerzähler», sagt der 86-Jährige. Kalt den Rücken hinunter sei es ihm gelaufen, als dieser die Geschichte von jener Mutter erzählte, die ihrem ungezogenen Mädchen mit «Türst» und «Sträggele» drohte. Doch hören Sie selbst:

Den Bauernpräsidenten zum Gipfelgespräch geladen

Weisses Gold? Momentan müssen Bauern die Milch eher verscherbeln. Doch der Präsident des Luzerner Bauernverbandes sieht nicht nur schwarz. Jakob Lütolf stellte sich für das Gipfelgespräch zur Verfügung und blieb dem WB-Reporter auf der saftig grünen Matte vor der Bodenberger Käserei keine Antwort schuldig. Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe vom Freitag.

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Die „Gallier“ vom Bodenberg

Käserei um Käserei drehte anfangs 2000 den Schlüssel. Nicht so auf dem Bodenberg. Hier trotzen acht Bauern der Konzentration auf grosse Standorte und haben damit Erfolg. Der WB war aufgrund der Sommer-Gipfeltour auch einen Morgen zu Gast bei Käsermeister Sepp Hodel und seinem Angestellten Hansueli Müller. Diese verarbeiten die Milch von rund 200 Kühen , stellen pro Jahr rund 800 Emmentaler-Laibe à 100 Kilo und diverse Spezialitäten her. Gerade letztere sichern auch in diesen für Milchbauern sehr harten Zeiten den Fortbestand der kleinen Käsi, die über einen ganz besonderen „Geldautomaten“ verfügt. Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe des Böttus. Hier schon mal ein paar Impressionen:

Zu Besuch beim letzten Posthalter

Wo ist der schönste Ort in Ohmstal? Um diese Frage zu beantworten, ist wohl keiner besser geeignet als Sepp Bättig. Er kennt die Gemeinde wie seine Hosentasche. Kein Wunder. Schliesslich trug er hier über 30 Jahre Briefe und Pakete aus. Der heute 67-Jährige ging 2001 als letzter Ohmstaler Posthalter in die Geschichte ein. „Diesen Titel hätte ich lieber nie bekommen. Der Entscheid der Post, den Schalter zu schliessen, tut mir bis heute weh.“ Doch zurück zu unserer Frage: Wo ist der schönste Ort in Ohmstal? „Ich liebe die Weitsicht, den Blick in die Berner Alpen, den Jura oder das Mittelland“, sagt Sepp Bättig und beginnt eine schier endlose Aufzählung von Flur- und Hofnamen. Der WB-Reporter hat verstanden. Den schönsten Ort gibt es nicht… ganz Ohmstal ist schlicht traumhaft.

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Schlemmen ist angesagt

«Trenke ond Ässe ned vergässe.» Ein weiser Rat, den jeder Wanderer befolgen sollte. Einkehren im Kurhaus ist angesagt. Doch vor der Speisekarte wird die Geschichte des ehrwürdigen Gasthauses studiert, das ursprünglich ein feudales Bauernhaus war. Anders als die Kurgäste aus Süddeutschland, die anno 1907 mit Pferd und Wagen in den „Ohmstu“ pilgerten, gehts für den WB-Reporter zu Fuss weiter.

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Potz-Bletz!

Schulferien? Arbeiten! Erika Bieris Putzlappen sorgt für eine Eingangstüre, in deren Glanz sich der Pausenplatz spiegelt. Die neue Abwartin des Ohmstaler Schulhauses zeigt, was sie kann. „Ich habe auch eine gute Lehrmeisterin“, sagt sie und lacht. Damit gemeint ist Agi Häfliger. 38 Jahre lang sorgte sie im Schulhaus für Ordnung und Sauberkeit und bleibt vielen ehemaligen Schülern als gute Seele in Erinnerung. Für sie ist es heuer der letzte Schulhausputz – Agi Häfliger tritt in den Ruhestand. „Glücklich und trotzdem mit etwas Wehmut“, sagt sie und lädt die WB-Crew zum Kafi ein. Eine Einladung, die gerne angenommen wird und mit einem Gipfeli vom Zeller Wagner-Beck gekrönt wird.

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Sie dürfen gespannt sein…

Unscheinbar steht sie am Strassenrand, die St.-Antonius-Kapelle. Um sie rankt sich eine ganz besondere Geschichte, wie der 81-jährige Ruedi Trachsel zu berichten weiss. Wieso der Tod eines Meisterbauern in der Person der Magd ein weiteres Opfer fand und was ein ruchloser Knecht damit zu tun hat? Dies lesen Sie in der Printausgabe des Willisauer Boten.

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Eine stimmgewaltige Begegnung

„Maria breit den Mantel aus», tönt es aus jener Kapelle, die wie am Hang geklebt hoch über dem Weiler Niederwil thront. Die Stimme gehört Dora Burkhalter Vogel. Welche besondere Geschichte sie mit dem sakralen Kleinod verbindet, lesen Sie im Böttu vom Freitag.

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Muuuuuuuh…

Auf dem Kurmannhof trifft die WB-Crew alte Bekannte. Die Lamas von Markus und Karin Achermann-Stirnimann waren schliesslich einmal Hauptprotagonisten einer Sommerserie. Doch dieses Jahr ziehen andere Vierbeiner das Interesse auf sich: Nina, Nicole, Breka, Vera und Co. begrüssen ihren Meister Beat Steinmann mit unüberhörbarem Muhen. Die Dexter-Kühe wissen: Er öffnet den Zaun und und damit das Tor zu einer Wiese mit frischem, langen Gras. „Früher mähten mir die Schafe den stotzigen Hang“, sagt er. Doch als er an einer Ausstellung zum ersten Mal die kleinen Irischen Hochlandrinder sah, habe er sich sofort in sie verliebt. Geht die Liebe auch durch den Magen? Beat Steinmann nickt. „Das Fleisch der Tiere ist grobfasrig und trotzdem butterzart.“ Wer selbst einmal eine Kostprobe machen will, schaut am besten in der Schonaumatt vorbei. Beat Steinmann verkauft seine Delikatesse direkt ab Hof.

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