Eine lehrreiche Putzete

 

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Während Marie-Theresia Theiler Kisten schleppt, lässt Taglöhner Bossart auf ihr Geheiss den Staubsauger aufheulen.

Baselstrasse 42 in Dagmersellen. 29 Jahre war hier das  Zuhause von Marie-Theresia Theiler und ihren Kindern. Jetzt hat sie  das Haus verkauft, zieht mit ihrem Lebenspartner Dölf nach Willisau. «Man wird nicht jünger. Es ist Zeit, dass eine junge Familie an der Geschichte des Hauses weiterschreibt.» Auch Taglöhner Bossart darf ein paar Sätze dazu beitragen. Boden shamponieren und Fenster putzen oben im Dachstock ist angesagt. Doch zuerst geht es mit dem Staubsauger den Spinnennetzen an den Kragen. «Eigentlich sind wir ein wenig Spinner, dies zu tun», sagt Marie-Theresia Theiler. Warum? Das Lesen Sie am Mittwoch im Böttu!

Mein Korrespondent, mein Chef

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Taglöhner als Holzer im Einsatz: Wer A sagt muss B sägen.

Sonja, Saskia, Irene, Edith, Adelheid oder Meret. Bärti, Markus, Vizzi oder Willi… Ohne Korrespondenten würde Redaktor Bossart in der Arbeit buchstäblich ertrinken. Zu meinen besten Leuten «im Stall» zählt auch der Langnauer Emil Stöckli. «Du bist doch Taglöhner. Wir hätten eine Menge Holz zum Sägen», teilt mir seine Frau Heidi am Telefon lachend mit, als ich Emil für einen Auftrag gewinnen wollte. Was als Spass gedacht ist, nimmt Taglöhner Bossart ernst.

 

Eine haarige Sache

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An der Arbeit: Die fertigen Bilder stellt Kurt F.Hunkeler vom 14. bis 22. Oktober im Rathaus Sursee aus. Foto Stefan Bossart

Taglöhner Bossart bekommt seinen zweiten Auftrag. Am anderen Ende der Strippe: Künstler Kurt F. Hunkeler. Sein Job-Angebot: Drei Pinsel waschen. Was leicht tönt, artet in wirklicher Arbeit aus. „Palmolive“ auf die Handfläche und des Malers Werkzeug darin drehen, drehen und nochmals drehen. Auswaschen. Und das ganze Prozedere beginnt von vorne. Kurzum: Drei Pinsel = 30 Minuten Arbeit!

Eine schöne Liebesgeschichte

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Der Lavendel ist im Trockenen und kann in der Scheune trocknen. Herzberg-Besitzer Bernhard Zemp lädt Taglöhner Bossart zu Tisch und erzählt ihm eine Liebesgeschichte. Von denen gibt es auf dem Uffikerberg viele zu hören. Kein Wunder. Schliesslich geben sich hier jährlich rund 40 Paare das Ja-Wort und erleben dabei einen der schönsten Tage in ihrem Leben.

Taglöhner Bossart nimmt die Arbeit auf

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Ein „dufte Job“ erwartet Taglöhner Stefan Bossart auf dem Uffiker Herzberg: Die Lavendelernte steht an. Der iWB-Reporter mit wachem Geist an der Arbeit. Bei den unzähligen Bienen an den blauen Blüten wäre alles andere eine schmerzhafte Angelegenheit.

Wir, die Abfallweltmeister

1,36 Millionen Tonnen Altpapier haben Herr und Frau Schweizer im Jahr 2014 gesammelt. Das sind pro Kopf rund 165 Kilogramm. Aber wir sammeln und trennen auch anderes ganz fleissig: Etwa 43 Kilogramm Glas, viereinhalb Kilogramm PET-Getränkeflaschen oder 15 Kilogramm Elektronische Geräte, Leuchten und Leuchmittel.

Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU)

Mehr zum Arbeitseinsatz von Taglöhner Weber lesen Sie in der WB-Printausgabe vom Freitag.

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Ein Hüst und Hott?

Die Bratpfanne im Altpapier? Ein Kissen zwischen den Computerbildschirmen? Müssen die Amstein-Mitarbeiter ständig Dinge aus den gelben Containern fischen, die da nicht dazugehören? Oder vor den Eingangspforten fauleshalber einfach hingestellt werden? „Nein, überhaupt nicht“, sagt Geschäftsführer Robi Amstein. „99 Prozent unserer Kunden wissen, was sich gehört.“ Ab und zu stehe mal ein Säckli oder ein Stuhl vor dem Eingang. „Aber sonst können wir uns überhaupt nicht beklagen.“

Impressionen aus der Sammelstelle:

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Aus früheren Zeiten

Die Amstein Robert AG wurde wahrscheinlich durch Robert Amstein-Ernst mit Ross und Fuhrwerk gegründet. Dies belegen firmeninterne Quellen und Aufzeichnungen. Alte Verträge zeigen, dass er als Lohnkutschner bereits im Jahr 1870 für das eidgenössische Verkehrsministerium die ersten Pferdepostkurse im oberen Wiggertal ausführte. Diese wurden damals durch Bundesrat Emil Welti persönlich unterzeichnet.

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Das Foto zeigt bereits die 2. Generation: Robert Amstein-Weibel, Sohn von Robert Amstein-Ernst, löste erfolgreich den Kutschenbetrieb durch die Automobilpost ab.

Die Geschichte des Recyclings

Die Belege für Recycling-Aktivitäten reichen zurück bis über 2000 Jahre vor Christus. Die Beschaffung und der Transport von Rohstoffen waren in vorchristlichen Zeiten viel schwieriger und zeitaufwendiger als dies in der Neuzeit der Fall ist. Rohstoffe waren teuer und wertvoll.

Technologische Entwicklungen und die Massenproduktion sorgten viel später während der Industrialisierung dafür, das es einfacher und günstiger wurde, neue Güter zu produzieren. Das Wegwerfen von gebrauchten Gegenständen nahm zu. Ein Vergleich zu heute: Vor 150 Jahren hatte ein durchschnittlicher Haushalt rund 150 Gegenstände. Heute sind es über 20 000.

1904 errichtete man in der Schweiz die erste Kehrichtverbrennungsanlage. Das zweite folgte erst 1937 – in Davos. Der Müll wurde in Deponien entsorgt. Nach dem Ende der Weltkriege gelangten die Menschen in der Schweiz zu mehr Wohlstand. Sie konnten sich mehr Güter leisten. Diese waren aufwändiger verpackt als früher. Flaschen, Alufolie, Kunststoff-Flaschen usw. Das Müllproblem wurde akut.

Ein Meilenstein fand 1975 statt: Damals erfand die Stadt St. Gallen den gebührenpflichtigen Kehrichtsack. Mit der Einführung der Sackgebühr sank die Abfallmenge, gleichzeitig stieg der Anteil an rezyklierbarem Material. „Heute ist das sortenreine Trennen von Abfall stark in den Köpfen verankert“, sagt Robert Amstein. „Die Sackgebühr hat die Leute sensibilisiert und dafür gesorgt, dass sich die Menge im Abfallsack reduziert hat.“

Quelle: Swiss Recycling

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Das richtige Material an den richtigen Ort

So sieht es aus, wenn ein Profi den Pneulader bedient. Am Steuer: Thomas Stadelmann.

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