Am Dienstagnachmittag gab Edgar Bürli Gas. Mit ihm sass ein erfahrener Berufschauffeur hinter dem Steuer des Böttu-Taxi. Der Zeller ist seit 20 Jahren für das Willisauer Transportunternehmen Robert Amstein AG unterwegs. Im Auftrag der Wellis beliefert er Möbelhäuser in der ganzen Schweiz. „Jeder Tag ist anders.“ Er habe viel Freiheiten, könne die Arbeit selber einteilen. „Das möchte ich nicht missen.“ Einschränkend sei jedoch zunehmend das enorme Verkehrsaufkommen. „Viele sind gestresst und drängeln.“ Sich darüber aufzuregen bringe jedoch nichts. Stressfrei waren hingegen die Fahrten mit dem Böttu-Taxi. Dazwischen blieb Zeit für ein kurzes Interview.
Ein herrliches Panorama in der Hinter Arnialp
Wenn Engel reisen, lacht der Himmel: An einem herrlichen Sommertag unternahmen die vier Frauen Romy Müller, Lisbeth Anliker, Lisbeth Thürig und Brigitte Graber einen Ausflug ins Emmenthal. Das Böttu-Taxi brachte sie in die Hinter Arnialp auf 1220 Meter über Meer. Nicht nur die Sonne strahlte. Die Frauen lachten, schwatzten und sangen. Sie kennen sich seit Jahren. Jeden Montag treffen sie sich mit vier weiteren Frauen um 10 Uhr in der Zeller Bäckerei Stadelmann. Wo die „Mäntigsfroue“ Platz nehmen, wirds garantiert nie langweilig.
Freie Fahrt in einen neuen Lebensabschnitt
Heute Montag beginnen viele Jugendliche ihre „Stifti“: So auch Elisa Stalder aus Willisau. Das Böttu-Taxi chauffierte sie an ihren Arbeitsplatz, ins Alters- und Pflegezentrum Waldruh. Hier lässt sie sich zur Fachfrau Betreuung ausbilden. Betagte Bewohner statt gleichaltrige Mitschüler, Menschen betreuen statt Mathiaufgaben lösen. Sie freue sich sehr auf das Berufsleben, sagt die 15jährige. „Nun kann ich mein eigenes Geld verdienen.“ Warum sie sich nach Schnupperlehren als Floristin, Detailhandelsfachfrau oder Tiermedizinische Praxisassistentin für den Beruf Fachfrau Betreuung entschied, erklärt sie im folgenden Video.
Ein Städter besucht das Land
Am 1. August war der Luzerner Stadtpräsident Stefan Roth in Luthern zu Gast. Vor seiner Rede an der offiziellen Feier auf dem Dorfplatz nahm er an der Wanderung von Luthern Bad nach Luthern teil. Das Böttu-Taxi fuhr ihn mit seiner Frau und dem Ehepaar Galliker an den Ausgangspunkt der Wanderung. Dort erzählte er uns, warum er die Einladung nach Luthern angenommen hat und wann er das letzte Mal im Luthertal war.
Leichtathleten feiern Leichtathletin
In Altbüron ist am Freitagabend feiern angesagt: Géraldine Ruckstuhl, die frischgebackene U18-Weltmeisterin im Siebenkampf, wird von ihrer Wohngemeinde empfangen. Da darf natürlich auch der WB nicht fehlen. Als Korrespondentin vor Ort ist die Egolzwilerin Stefanie Barmet, selber erfolgreiche Leichtathletin. Als Fotografen hat sie ihren Bruder Dominic mitgenommen – in der hiesigen Leichtathletikszene ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt. Gut gibts das Böttu-Taxi: Die Anreise mit dem ÖV hätte beim ziemlich umständlichen Weg von Egolzwil nach Altbüron einige Zeit in Anspruch genommen. Doch der VW-Bus bringt die beiden von Sursee etwa so schnell ans Ziel, wie sie jeweils auf der Rundbahn unterwegs sind.
Ganz ohne Gegenleistung konnten Stefanie und Dominic Barmet den Böttu-Taxi-Dienst aber nicht in Anspruch nehmen. Sie mussten verraten, wohin sie fahren würden, wenn sie eine zeitlang einen alten VW-Bus zur Verfügung hätten.
Zwei Zwillingsschwestern schunkeln Richtung Schlagernacht
Sie wohnen beide in Buttisholz, beide ziemlich „ab vom Gschütz“: Die beiden Zwillingsschwestern Silvia Käch-Koller, Spanere, und Erika Arnet-Koller, Mittelarig. Das Böttu-Taxi holt die beiden am Freitagabend ab und führt sie über wunderschöne Nebenstrassen hinunter nach Nottwil zum Schweizer Paraplegiker-Zentrum. Dort ist schunkeln und singen angesagt: Francine Jordi, Ösch’s die Dritten, Nik P. und Geschwister Erni und Vater sorgen an der Schlagernacht im Rahmen der Para-Cycling-WM für Stimmung. Die Fahrt mit den beiden aufgestellen Schwestern verläuft kurzweilig: Ihre Vorfreude auf einen lustigen Abend ist bereits beim Einschunkeln mit dem Böttu-Taxi zu spüren.
Ins Schwingtraining ins Bernische
Seit vier Jahren trainiert der 13-jährige Grossdietwiler Tim Wüthrich mit dem Schwinglub Langenthal. Am Freitagabend holte ihn das Böttu-Taxi zu Hause ab und fuhr ihn mit einem Freund nach Obersteckholz zum Kraft- und Konditionstraining.
Am Schwingen gefalle ihm, dass man seine Kraft rauslassen könne, viel Neues lerne und mit den Kollegen aus der ganzen Region viel Spass habe. Sein Ziel im Schwingsport: „Irgendwann möchte ich einen Schlussgang gewinnen können.“
Dazu ist viel Einsatz gefragt. Diesen zeigte er auf jeden Fall beim Aufwärmtraining am Freitagabend, wie diese Bilder beweisen:
Sein Trainer an diesem Abend ist Marcel Bremgartner, Technischer Leiter der Aktivschwinger des Schwingklubs Langenthal. Er erzählt in diesem Video, wie und wo der Schwingklub trainiert und warum auch viele Schwinger aus dem Luzerner Hinterland und dem Wiggertal in ihrem Verein sind.
Obwohl an diesem Abend kein Schwingen angesagt war, konnten sich Tim und sein Freund überreden lassen, für ein Video kurz zusammen zu greifen:
Mit dem jüngsten Böttu-Taxi-Gast aufs Ahorn
Der bisher jüngste Böttu-Taxi-Gast heisst Silvan, geboren am 11. April dieses Jahres. Seine Eltern Margrit Meier und Fabian Reber aus Zell hatten das Taxi bestellt, um an ihrem letzten Ferientag einen gemütlichen Ausflug aufs Ahorn zu machen. Und sie hatten Glück. Am Steuer sass nämlich nicht die WB-Redaktorin Wüest, sondern die kurvenerprobte Gastfahrerin Fabienne Meyer. Die ehemalige Bobpilotin erledigte ihre Aufgabe bravourös und brachte den alten VW-Bus ohne Probleme die steile Ahornstrasse hinauf und wieder hinunter.
Warum sie gerne aufs Ahorn kommen und wie sie die Fahrt mit dem Böttu-Taxi und Fabienne Meyer erlebt haben, erzählen Fabian Reber und Margrit Meier in diesem Video:
Der Ausflug aufs Ahorn war übrigens nicht nur für Silvan eine Premiere. Auch die gebürtige Altbürerin Fabienne Meyer konnte eine Lücke in ihrem Lebenslauf füllen, wie sie hier gesteht:
Worüber man so spricht, wenn eine Bobfahrerin am Steuer sitzt, erfahren Sie in diesem Video:
Die Bilder des Ausflugs:
Böttu-Taxi trifft Bürgerbus
Auf dem Ahorn traf das Böttu-Taxi heute einen anderen Bus: den Bürgerbus der Gemeinden Huttwil, Gondiswil und Ufhusen. Dieser fährt unter anderem auch von Huttwil auf das Ahorn. Diese Fahrten sind derzeit völlig ausgebucht. Der Ufhuser Kobi Schärli, der Betreiber des Bürgerbus, erklärt warum (und ja, es war windig heute auf dem Ahorn).
Biker bieten Böttu-Taxi auf
Einen speziellen Auftrag hatte das Böttu-Taxi gestern Abend. Die Donnerstagabend-Biker des Bike Shops Willisau waren zuhinterst in der Rohrmatt, im Restaurant Sagali, gestrandet. Da nach der anstrengenden Tour nicht mehr alle nach Willisau fahren wollten, riefen sie das Böttu-Taxi. Doch als es darum ging, wer denn nun mit dem Bus fahren kann, wollte plötzlich niemand mehr „de Weich usehänke“. So erhielt schliesslich die Grosswangerin Claudia Künzli eine exklusive Mitfahrgelegenheit. Sie wollte ihr Bike schonen, bei dem nach der Einkehr im Sagali die Luft draussen war – ganz im Gegensatz zur Besitzerin, versteht sich.








