Allgemein

Mit den Mantas auf Abstaub-Tour

Mehr als 7000 Gegenstände zählt das Museum zur Ronmühle, nicht einer davon hat etwas mit Autos zu tun. Dennoch «verirrten» sich vor kurzem Mitglieder des Manta Clubs Innerschweiz in die alte Mühle.

Im Rahmen der WB-Sommerserie erklärten sich einige Mitglieder des Manta Clubs Innerschweiz bereit, bei einer Putz- und Abstaub-Aktion in der Ronmühle mitzuhelfen. Das Ergebnis sehen Sie im Video.

 

Ein Rundgang durch die Ronmühle

Über 400 Jahre alt ist die Schötzer Ronmühle, mehr als 7000 Gegenstände beherbergt sie. Der ehemalige Posthalter und Museumsgründer Paul Würsch hinterliess seiner Nachwelt ein reiches Erbe. Er selbst bezeichnete Haus und Sammlung als «Asyl für kulturelles Strandgut». Die alten Zimmer sind voll mit religiösen und magischen Dingen, Kuriositäten, Werkzeugen, technischen Altertümern und Gegenständen des alltäglichen Lebens aus mehreren Jahrhunderten.

Sie halten die Manta-Fahne im Hinterland hoch

In den 1980er Jahren gehörten sie zu den meistgefahrenen Autos, heute sieht man die „Rochen“ nur noch selten. Drei junge Männer halten die Manta-Fahne im Hinterland hoch.

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Kevin Leibundgut, 27, Ettiswil

 

  • Manta B
  • 114 PS
  • Jhg. 1985

„Manta Manta“ der Film hat Kevin Leibundgut nachhaltig geprägt. Seinen alten Toyota Starlett weggegeben, schuf er sich einen Manta B an. „Mein Alltagsauto“, sagt der 27-jährige Sachbearbeiter. Bei den Ausfahrten immer mit dabei: Der Fuchsschwanz an der Antenne. „Er gehört einfach dazu.“

 

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Urs Schaller, 36, Willisau, mit Sohn Fabian

  • Manta B
  • 140 PS
  • Jhg. 1978

Fünf Jahre lang hat Urs Schaller an seinem Manta B herumgeschraubt, ihn umlackiert und auf Vordermann gebracht. Mit rund 15’000 Franken beziffert er den Wert seines blauen Flitzers, „ab 40’000 wäre ich womöglich gesprächsbereit“, sagt er.

 

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Simon Muff, 25, Sursee

  • Manta B
  • 130 PS
  • Jhg. 1977

Der Manta B ist Simon Muffs allererstes Auto. „Den gebe ich nicht mehr her“, sagt der gebürtige Grosswanger. „Der Fahrspass ist einfach grösser als bei einem neuen Auto.“ Zu verdanken hat er dies auch dem Gewicht: der Manta B wiegt lediglich knapp eine Tonne.

Die drei Hinterländer gehören dem Manta Club Innerschweiz an. Dieser ist in Emmen beheimatet und zählt insgesamt 29 Mitglieder. Mehr dazu unter hier.

 

Die 22. Sommerserie steht vor der Tür

Am Freitag startet der WB bereits zum 22. Mal eine Sommeraktion. Gemeinsam mit verschiedenen Teams aus der Region sorgt er drei Wochen lang für «Happy Days».

Weg vom Schreibpult, hin zur Leserschaft. Seit 1996 lanciert der WB jedes Jahr eine Sommerserie. Zum einen sucht die Redaktion mit frischen Ideen den direkten Kontakt mit den Leserinnen und Lesern, zum andern bietet das Sommerloch viel Platz für eine Fülle von Projekten, Reportagen und Porträts. Fehlt es in der Ferienzeit an News, produziert sie der WB. Vagabunden, welche durch die Region ziehen; der «Böttu»-Bus, der als Taxi im Einsatz steht oder Gipfelstürmer, welche von ihren Abenteuer berichten: In Aufmachung und Inhalt war jede Serie in den letzten 22 Jahren wortwörtlich einmalig.

«Happy Days» mit Reportagen und Porträts
Diesen Sommer sorgt der WB unter dem Titel «Happy Days» über drei Wochen hinweg für Glücksmomente. Verschiedene Gruppen aus der Region überraschen oder unterstützen Menschen und Institutionen. Zum einen werden im Blatt und auf dem Blog wb-sommerserie.ch die Happy-Crews vorgestellt, zum andern wird dort über ihre uneigennützigen Einsätze berichtet.

Online-Berichterstattung mit neuem Digiplus-App
Der WB baut im Zuge der Serie seine Online-Berichterstattung weiter aus. So sind die Leser mit der Digiplus-App noch näher am Geschehen. Mit dieser Gratis-App kann auf zusätzliche Videos und Bilder zugegriffen werden.

Melden Sie uns «Happy Moments»
Wer oder was hat Sie in letzter Zeit «happy» gemacht? Schreiben Sie uns eine kurze Whatsapp-Nachricht mit Ihrem Namen, Ihrem Wohnort und einigen Zeilen zu Ihrem «Happy»-Macher an Tel. 079 841 65 91. Haben Sie einen Schnappschuss von einem besonderen Glücksmoment? Schicken Sie diesen «Happy-Moment» als Foto (JPG-Datei,
hohe Auflösung) an: happydays@willisauerbote.ch. Schreiben Sie zum Foto einige Notizen (max. 500 Zeichen). Inhalt: Wer? Was? Wann? Wo? Wieso? Vor- und Nachname, Alter, Wohnort, Berufsbezeichnung und eine Telefonnummer für Rückfragen.

 

21. Sommerserie ist beendet

Drei Wochen lang gab das Redaktionsteam Vollgas, bestieg Gipfel um Gipfel. Nun kehrt auf dem Sommerserie-Blog Ruhe ein. Der Alltag hat die Redaktoren wieder fest im Griff. Bis zu den nächsten Sommerferien, wenn die 22. Sommerserie startet.

Ein kurzer Rückblick

Kurz vor dem Mittag ist das WB-Duo oben auf dem Leidenberg. Alle Gipfeli sind weg. Wir dürfen eine tolle Aussicht geniessen und auf spannende Begegnungen zurückblicken. Hier ein kurzer Zusammenschnitt. Ausführliche Berichte lesen Sie in der nächsten Ausgabe des WB.

Ein Leben ohne eindeutiges Ende

 

Im vergangenen Jahr gingen bei der Luzerner Polizei 950 Vermisstmeldungen ein. In der Statistik erscheinen sie als Zahl. Doch dahinter stecken Schicksale. Es sind Geschichten von Menschen mit persönlichen oder gesundheitlichen Problemen, mit strafrechtlichen Schwierigkeiten oder tragischen Unfällen. Oft verläuft die Suche erfolgreich. Rund 90 Prozent der vermissten Personen tauchen innert Monatsfrist wieder auf. Doch es gibt auch jene, die für immer verschollen bleiben. So auch Sepp Kurmann aus Ettiswil. Er verschwand 1976 im Alter von 25 Jahren nach einem Schiffsunglück. Sein Bruder Hans Kurmann erinnert sich. Er erzählt im „Gipfelgespräch“, wie er die ersten Tage nach dem Verschwinden seines Bruders erlebte  und wie er den Verlust verarbeitet hat. Mehr dazu in der nächsten WB-Ausgabe.

Vom Freuden- zum Leidenberg

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Oben auf dem Leidenberg befindet sich die Kreuzweid. Hier sollen Anfangs des
17. Jahrhunderts in einem Kornfeld zwei vermisste Kinder gestorben sein. So erzählt es eine Sage. Ihr Schicksal hat dem Leidenberg gemäss den Erzählungen seinen Namen gegeben haben. Beat Weltert vom Leidenberg kennt die Geschichte.

 

 

 

 

Das „Gemecker“ auf dem Leidenberg

Ziegen

Vor acht Jahren kam Lisa Lena Weltert auf den Leidenberg. Und mit ihr die Pfauenziegen, eine seltene Rasse von Pro Specie Rara. Zur Geissenfamilie zählen heute  Tiere: Zwei Böcke, drei Weibchen und drei Gitzi. Sie sind äusserst heikel, intelligent und frech. „Wenn einmal zu wenig Strom auf dem Zaun brechen sie aus“, sagt Lisa Lena Weltert und lacht. Die robusten Pfauenziegen sind eine Zweinutzungs-Rasse. Das heisst sie liefern Fleisch und Milch. Dies wurde ihnen  zum Verhängnis. Wegen fehlender Wirtschaftlichkeit befanden sie sich bald auf der Liste der vom aussterben bedrohten Nutztierrassen. Heute wird die Pfauenziege vor allem von Liebhabern als Hobby gehalten. So wie von Lisa Lena Weltert auf dem Leidenberg.

Ein Hof mit Geschichte

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Eine Generation löste die nächste ab. Seit 1632 bewirtschaftet die Familie von Beat Weltert den Hof auf dem Leidenberg. Seine Vorfahren sind bei der Reformation aus Zürich geflüchtet und haben hier ein neues Zuhause gefunden. Mindestens acht Generationen hätten den Hof vor ihm geführt, sagt der 37jährige.  Er und seine Frau Lisa Lena halten Milchvieh und Schweine. Daneben betreiben sie ist Ackerbau. Die 28 Hektaren Land sind auf Grosswanger, Mauenseer und Oberkircher Boden. Politisch gehört der Hof zu Grosswangen. 4,5 Kilometer sind es bis ins Dorf. Als Jugendlicher habe er sich ab und zu über diesen langen Weg geärgert. Heute geniesse er die Ruhe und die Lage mit Seesicht. Das 400jährige Bauernhaus hat er renoviert und so ein Zuhause für die nächste Generation geschaffen. Seit Februar gehört Sohn Alexander zur Familie.