Sommerserie 2016 – Taglöhner

Ein Weg für das Chrüterhäxli

DSC_8023In Hergiswil treibt bald das „Chrüterhäxli Lilli Gwunder“ ihr Unwesen. An einem rund 500 Meter langen Wegstück entlang der Wigger tun Mitglieder der Tourismusgruppe Hergiswil derzeit alles dafür, damit es dem Chrüterhäxli dort ab dem 1. Oktober wohl ist. Mit dem Gwunderweg wollen die drei Initiantinnen Renate Ambühl, Daniela Albisser und Nadja Flückiger Familien mit Kindern dazu bringen, wieder vermehrt die Natur zu erfahren. Sie sollen die Gelegenheit bekommen, ihre Hände wieder einmal schmutzig zu machen, barfuss über Moos, Sand oder durch Matsch zu laufen, Tannzapfen zu sammeln, eine Wurst am Stecken zu bräteln oder Blumen am Wegrand zu erkennen. „Der Weg soll ein Treffpunkt für Familien werden. Einer, den man von Hergiswil aus gut zu Fuss erreichen kann. Denn das fehlt zurzeit“, sagt Renate Ambühl.

Bis der Weg fertig eingerichtet ist, gibt es noch viel zu tun. Taglöhnerin Wüest durfte dabei helfen, Blumen einzutopfen und den Gwunderweg etwas bunter zu machen.

Gemeinderätin Renate Ambühl, eine der Initiantinnen des Weges, erklärt, was es mit diesem auf sich hat:

 

Zum Weg entsteht auch ein Kinderbuch über das Chrüterhäxli Lilli Gwonder. Die Geschichte stammt von Stefan Schärli, die Zeichnungen von Maria Zemp. Sie ist vom Projekt begeistert:

 

Zwischendurch wurde es im Wald etwas laut. Etwa, als der neue Grill platziert wurde:

 

Nicht nur Fässer

Schwerpunktmässig werden in der Küferei Suppiger in Küssnacht Holzfässer hergestellt. Vom kleinen Fass mit 20 Liter Volumen bis zu den ganz grossen Behältern mit 20 000 Litern Volumen. Zum Vergleich: Die in der Weinlagerung häufig verwendeten Barrique-Fässer weisen ein Volumen von 225 Liter auf.

Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, versucht Roland Suppiger auch – auf den ersten Blick – unkonventionelle Kundenwünsche zu erfüllen. Seit gut zehn Jahren fertigten er und seine Mitarbeiter auch verschiedene Holz-Wannen für den Wellnessbereich. So auch die vier je 11 x 4,5 Meter grossen Becken im Thermalbad & Spa Zürich, auf dem ehemaligen Hürlimann-Areal. Ihr Volumen: je 65 000 Liter.

http://www.thermalbad-zuerich.ch

Bildnachweis: justibeauty.com

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Das Küferei-Museum in Buttisholz

Roland Suppiger und sein Bruder Heinz haben das Fassmachen im Blut. Bereits ihr Urgrossvater, ihr Grossvater und ihr Vater haben in Buttisholz als Küfer gearbeitet. Seit 2004 führt Roland Suppiger die Küfer-Arbeiten in seiner Werkstatt in Küssnacht aus. In der Ober Allmend in Buttisholz, wo früher die Küferei war, führt Heinz Suppiger heute eine Schreinerei. Auf Initiative von Vater Walter halten Suppigers die Erinnerung an das faszinierende Handwerk des Fassmachens auch in Buttisholz aufrecht. Im kleinen, aber feinen Küferei-Museum sind verschiedene Werkzeuge und Gegenstände ausgestellt. Auf telefonische Anmeldung hin, kann das Museum besichtigt werden.

Im Video spricht Heinz Suppiger vom Küferei-Museum in Buttisholz.

Wie kommt der Boden ins Fass?

Die Herstellung eines Holzfasses ist eine Kunst. Eine Frage drängt sich dabei besonders auf: Wie wird der Boden in ein praktisch fertiges Fass eingesetzt?

Im Video gibt Küfer-Meister Roland Suppiger die Antwort

Hobeln, schleifen, abdichten, lackieren

Bis aus einzelnen Holzstücken ein Fass entsteht, sind viele Arbeitsschritte nötig. Taglöhner Birrer erlebt diese hautnah mit. Besonders eindrücklich: Die Bearbeitung der einzelnen Fassdauben (so heissen die einzelnen Holzstücke eines Fasses). Dafür gibt es keine Maschine mit abgespeicherten Voreinstellungen. „Jedes Fass ist anders“, sagt Roland Suppiger deshalb. Um das Küfer-Handwerk in Perfektion zu erlernen gebe es nur eine Devise: „Üben, üben, üben.“

Hier einige Impressionen aus der Küfer-Werkstatt in Küssnacht.

Froh um den Pamir

Küfern ist eine körperliche Arbeit. Schon nach wenigen Minuten mit Hammer und Setzer gerät der Taglöhner ins Schwitzen. Wer sich – wie Stefan Hodel und Roman Camenzind – die Arbeit gewohnt ist, lässt den schweren Hammer stundenlang auf den Setzer niederschnellen. Diesen Arbeitsschritt, also das Platzieren der Fassringe, nennt man „Abbinden“. Spätestens jetzt weiss der WB-Redaktor auch, weshalb im Roland Suppiger ganz zu Beginn einen Gehörschutz angeboten hat. Aber sehen (und hören) Sie selbst…

Ein Augenschein bei den Fassmachern

Rigi statt Napf. Taglöhner Birrer reist für seinen Arbeitseinsatz nach Küssnacht. Dort ist er einen Tag zu Gast in der Küferei Suppiger. Geschäftsführer ist der gebürtige Buttisholzer Roland Suppiger. Er führt den „Bürogummi“ in die faszinierende Welt des Fassmachens ein. Dabei erfährt er, weshalb nicht nur Holz, sondern auch Wasser, Mehl und sogar Spaghetti und die Knospen des Kanonenputzers beim Küfern eine Rolle spielen.

Taglöhner neu mit „üsem Böttli“ unterwegs

„Üses Böttli“: Mit diesem Fahrzeug gehen die Taglöhner neu auf die Büez.  Gestaltet wurde es von Daniel Kirchhofer, Creative Director der 360° Media Solutions AG, Sursee, einer Tochterunternehmung der Willisauer Bote Medien und Print AG. Eingekleidet hat das Fahrzeug A2S Beschriftungen AG, Sursee.

Ravioli für hungrige Kicker

Während vier Tagen dreht sich für gut 50 Kinder aus der Region (fast) alles um Fussball. Sie nehmen am MS Sports Fussballcamp auf dem Sportplatz Moos in Wauwil teil. Passen, schiessen, dribbeln, was das Zeug hält. Camp-Leiter David Suter und seine Crew haben alle Hände voll zu tun: Täglich vier Stunden Training stehen auf dem Programm. Dazu verschiedene Aktivitäten über den Mittag. Da ist das Leiterteam froh, um eine kurzzeitige Entlastung. Taglöhner Birrer kommt vorbei und schöpft Ravioli. Ruckzuck haben die kleinen Kicker diese verputzt. Willkommene Energie für das Training am Nachmittag. Wobei: Wenn man ihnen so zuschaut, kann man sich gar nicht vorstellen, dass die kleinen „Ronaldos“, „Messis“ und „Pogbas“ überhaupt einmal müde werden…

Ein Handlanger und 8000 Einzelteile

Jetzt ist zügeln angesagt. Adrian Birrer aus Daiwil bittet seinen Namensvetter um Unterstützung. Birrer zügelt in diesen Tagen seine mechanische Werkstatt in einen Neubau. Bis Ende Woche muss die Hydraulikabteilung am neuen Standort eingerichtet sein. Heisst konkret: 136 Schubladen eines alten Apothekerschranks mit mehr als 8000 Einzelteilen (Dichtungen, Nippel, Verschraubungen) müssen herumgefugt werden. Nebst Adrian Birrer und Taglöhner Birrer packt die ganze Familie an.

Trotz „Zügelstress“ erhält der WB-Redaktor auch einen kleinen Einblick in den Arbeitsalltag von Adrian Birrer. Er bietet Service und Reparaturen an hydraulischen und pneumatischen Anlagen an und fertigt Konstruktionen nach spezifischen Kundenwünschen an. Wie das ungefähr funktioniert, kann der Taglöhner gleich selbst ausprobieren. Beim Schneiden und Pressen eines Hydraulikschlauchs.