Ein gefundenes Fressen

Peter und Rita Kugler sind ein innovatives Paar. Immer wieder suchen die Pfaffnauer Landwirte nach neuen Ideen, um ihren Betrieb zu bereichern. Nun versuchen es Peter und Rita Kugler auf ihrem Biohof im Buttenried neben der Mutterkuhhaltung mit der Mast von Truten. 25 dieser «zugegeben nicht allzu schönen Tiere», wie es Rita Kugler ausdrückt, haben sie im Moment. Mit der Zeit sollen es mehr werden.

Rita Kugler stellt ihren Hof vor:

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Die Truten sind allerdings nicht nur ein gefundenes Fressen für die Menschen, sondern auch für Fuchs und Marder. Diese hält seit Kurzem ein massiver Zaun draussen. Das Problem: Einige der Pfähle sind sehr hoch, einer davon verdeckt ein Verkehrsschild. Sie müssen gekürzt werden. Bauer Kugler sägt, Taglöhnerin Wüest sorgt dafür, dass ihm das Holz nicht auf den Kopf fällt. Erledigt – das Strasseninspektorat wird seine Freude daran haben.

 

Eigentlich sollte Bergamasker-Hündin Joya Bäuerin Rita Kugler dabei helfen, die Truten in den Stall zu bringen. Doch offenbar findet Joya, es sei noch nicht Zeit dazu.

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Erinnerungspflege auf 712 m ü.M.

Der nächste Taglöhner-Einsatz ruft: Dieses Mal führt die Sommerserie die WB-Jüngste zu den Ältesten. Reporterin Anja Meier darf mit auf den Aktivierungsausflug des Alters- und Pflegezentrums Waldruh. Hinauf auf den Mettenberg solls gehen. Auf 712 Metern Meereshöhe soll den Bewohnern ein unterhaltsamer Nachmittagsausflug geboten werden, wird mir am Telefon gesagt. Aber: Das Servieren von Kaffee und Kuchen sei nebensächlich. „Hauptsächlich geht es darum, aktive Erinnerungspflege zu betreiben.“ Mittels Konversation das Erinnerungsvermögen der Senioren anregen? Nichts leichter als das, denke ich mir.

In Transportbus und Personenwagen werden die 10 Bewohnerinnen und Bewohner auf den Hügel zwischen Rohrmatt und Hergiswil chauffiert. Mit dabei sind nebst zwei freiwilligen Helfern die beiden Aktivierungsfrauen Rita Greber und Ursula Rölli-Jurt (beide 60). Dreimal pro Jahr kommen sie hierher, sei es zum Bräteln oder zum Nachmittagskaffee. Die Aussicht auf die umliegenden Hügel und Berge entlockt so manchen ein „Häi, wie esch das schön!“Das Navigieren der Rollstühle ist schwieriger als gedacht, nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten habe ich jedoch den Bogen raus. Nicht nur das: Bei den Gesprächen erfahre ich einiges über den Alltag anno dazumal, über die Bedeutung der „Chendu-Lehr“ (der damalige Religionsunterricht) sowie über regionale Verknüpfungen der Familienstammbäume. Rita Greber und Ursula Rölli-Jurt stimmen traditionelle Volkslieder an. Ob „Lueged vo Bärge ond Tal“ oder „S Schwiizer Ländli, eschs nor chli“: Die Seniorinnen und Senioren fallen nach Kräften mit ein. Zur Stärkung gibts von den Bewohnern selbst gemachten Aprikosenkuchen. Dazu wird Kaffee gereicht – wahlweise mit Güggs oder ohne.

Ursula Rölli-Jurt: „Unsere Bewohner wissen allerhand über das Leben zu erzählen. Teilweise werden sie sehr philosophisch.“ Ihre Freude an kleinen Dingen sei rührend. Gerade eben habe ein älterer Herr nachdenklich gemeint, dass „eigentlich alle unter der selben Sonne leben“. Rita Greber ergänzt: „Wir haben den schönsten Beruf, den man haben kann.“

Nach zwei Stunden reden, Kaffee servieren und nochmals reden macht sich die Gesellschaft wieder auf den Rückweg. Überraschenderweise macht sich bei Taglöhnerin Meier eine dezente Müdigkeit bemerkbar – Erinnerungspflege betreiben, das fordert. Zwar nicht unbedingt körperlich, dafür aber mental.

Kafi für die Biker

Gipfeli, Käse, Joghurt, Fleisch, Früchte: Der Brunch am 24-Stunden-Rennen in Schötz ist reichhaltig. Am Sonntagmorgen aber vor allem wichtig: Der Kaffee in den Chachali darf nie ausgehen. Das war der Job von Taglöhnerin Wüest.

Der Alberswiler Peter Meier, zusammen mit seiner Frau Vreni verantwortlich für den Brunch, erklärt, was am Sonntagmorgen im grossen Zelt alles läuft:

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Die Bilder des Brunches:

Ein Weg für das Chrüterhäxli

DSC_8023In Hergiswil treibt bald das „Chrüterhäxli Lilli Gwunder“ ihr Unwesen. An einem rund 500 Meter langen Wegstück entlang der Wigger tun Mitglieder der Tourismusgruppe Hergiswil derzeit alles dafür, damit es dem Chrüterhäxli dort ab dem 1. Oktober wohl ist. Mit dem Gwunderweg wollen die drei Initiantinnen Renate Ambühl, Daniela Albisser und Nadja Flückiger Familien mit Kindern dazu bringen, wieder vermehrt die Natur zu erfahren. Sie sollen die Gelegenheit bekommen, ihre Hände wieder einmal schmutzig zu machen, barfuss über Moos, Sand oder durch Matsch zu laufen, Tannzapfen zu sammeln, eine Wurst am Stecken zu bräteln oder Blumen am Wegrand zu erkennen. „Der Weg soll ein Treffpunkt für Familien werden. Einer, den man von Hergiswil aus gut zu Fuss erreichen kann. Denn das fehlt zurzeit“, sagt Renate Ambühl.

Bis der Weg fertig eingerichtet ist, gibt es noch viel zu tun. Taglöhnerin Wüest durfte dabei helfen, Blumen einzutopfen und den Gwunderweg etwas bunter zu machen.

Gemeinderätin Renate Ambühl, eine der Initiantinnen des Weges, erklärt, was es mit diesem auf sich hat:

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Zum Weg entsteht auch ein Kinderbuch über das Chrüterhäxli Lilli Gwonder. Die Geschichte stammt von Stefan Schärli, die Zeichnungen von Maria Zemp. Sie ist vom Projekt begeistert:

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Zwischendurch wurde es im Wald etwas laut. Etwa, als der neue Grill platziert wurde:

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Nicht nur Fässer

Schwerpunktmässig werden in der Küferei Suppiger in Küssnacht Holzfässer hergestellt. Vom kleinen Fass mit 20 Liter Volumen bis zu den ganz grossen Behältern mit 20 000 Litern Volumen. Zum Vergleich: Die in der Weinlagerung häufig verwendeten Barrique-Fässer weisen ein Volumen von 225 Liter auf.

Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, versucht Roland Suppiger auch – auf den ersten Blick – unkonventionelle Kundenwünsche zu erfüllen. Seit gut zehn Jahren fertigten er und seine Mitarbeiter auch verschiedene Holz-Wannen für den Wellnessbereich. So auch die vier je 11 x 4,5 Meter grossen Becken im Thermalbad & Spa Zürich, auf dem ehemaligen Hürlimann-Areal. Ihr Volumen: je 65 000 Liter.

http://www.thermalbad-zuerich.ch

Bildnachweis: justibeauty.com

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Das Küferei-Museum in Buttisholz

Roland Suppiger und sein Bruder Heinz haben das Fassmachen im Blut. Bereits ihr Urgrossvater, ihr Grossvater und ihr Vater haben in Buttisholz als Küfer gearbeitet. Seit 2004 führt Roland Suppiger die Küfer-Arbeiten in seiner Werkstatt in Küssnacht aus. In der Ober Allmend in Buttisholz, wo früher die Küferei war, führt Heinz Suppiger heute eine Schreinerei. Auf Initiative von Vater Walter halten Suppigers die Erinnerung an das faszinierende Handwerk des Fassmachens auch in Buttisholz aufrecht. Im kleinen, aber feinen Küferei-Museum sind verschiedene Werkzeuge und Gegenstände ausgestellt. Auf telefonische Anmeldung hin, kann das Museum besichtigt werden.

Im Video spricht Heinz Suppiger vom Küferei-Museum in Buttisholz.

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Wie kommt der Boden ins Fass?

Die Herstellung eines Holzfasses ist eine Kunst. Eine Frage drängt sich dabei besonders auf: Wie wird der Boden in ein praktisch fertiges Fass eingesetzt?

Im Video gibt Küfer-Meister Roland Suppiger die Antwort

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Hobeln, schleifen, abdichten, lackieren

Bis aus einzelnen Holzstücken ein Fass entsteht, sind viele Arbeitsschritte nötig. Taglöhner Birrer erlebt diese hautnah mit. Besonders eindrücklich: Die Bearbeitung der einzelnen Fassdauben (so heissen die einzelnen Holzstücke eines Fasses). Dafür gibt es keine Maschine mit abgespeicherten Voreinstellungen. „Jedes Fass ist anders“, sagt Roland Suppiger deshalb. Um das Küfer-Handwerk in Perfektion zu erlernen gebe es nur eine Devise: „Üben, üben, üben.“

Hier einige Impressionen aus der Küfer-Werkstatt in Küssnacht.

Froh um den Pamir

Küfern ist eine körperliche Arbeit. Schon nach wenigen Minuten mit Hammer und Setzer gerät der Taglöhner ins Schwitzen. Wer sich – wie Stefan Hodel und Roman Camenzind – die Arbeit gewohnt ist, lässt den schweren Hammer stundenlang auf den Setzer niederschnellen. Diesen Arbeitsschritt, also das Platzieren der Fassringe, nennt man „Abbinden“. Spätestens jetzt weiss der WB-Redaktor auch, weshalb im Roland Suppiger ganz zu Beginn einen Gehörschutz angeboten hat. Aber sehen (und hören) Sie selbst…

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Ein Augenschein bei den Fassmachern

Rigi statt Napf. Taglöhner Birrer reist für seinen Arbeitseinsatz nach Küssnacht. Dort ist er einen Tag zu Gast in der Küferei Suppiger. Geschäftsführer ist der gebürtige Buttisholzer Roland Suppiger. Er führt den „Bürogummi“ in die faszinierende Welt des Fassmachens ein. Dabei erfährt er, weshalb nicht nur Holz, sondern auch Wasser, Mehl und sogar Spaghetti und die Knospen des Kanonenputzers beim Küfern eine Rolle spielen.