Mit dem Böttu-Taxi an die Para-Cycling-WM

Der erste Fahrgast am Donnerstagmorgen ist der Willisauer Christian Hansen. Er ist heute als Helfer an der Para-Cycling-WM in Nottwil im Einsatz. Um 7 Uhr geht die Fahrt in Willisau los. In Nottwil angekommen heisst es als erstes Tenü fassen. Danach werden die Helferinnen und Helfer instruiert. Christian Hansen ist als Streckenposten eingeteilt. Was er dabei zu tun hat und wie er die Fahrt mit dem Böttu-Taxi erlebt hat, schildert er gleich selbst.

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Und so sah das Zeitfahren – und Christian Hansens Arbeit – schliesslich aus:

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Der Hippie-Bus in Kinderhand

IMG_3621Heute Morgen galt es fünf Kindersitzli zu montieren: Mit Lynn Willimann (6), Kai Willimann (3), Hanna Bösch (3), Sowie Inès (4) und Delia (4) Wermelinger gings nach Nebikon. Nach dem Besuch im Kreisel-Laden der Bauernfamilie Koller war zu Hause Glaceschlecken angesagt.

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Mit 95 Jahren zum zweiten Mal einen See gesehen

IMG_3506Der Wunsch des 95-jährigen Eugen „Geni“ Moser (links im Bild) war Gastfahrer „Steime“ Befehl. Der Pensionär des Alterszentrums Waldruh wollte zum zweiten Mal (!) in seinem Leben einen See sehen. „Auf dem Heimetli Schnägg im Gebiet Schülen hat es mir immer gefallen. Die weitere Umgebung interessierte mich nie“ , sagt der Mann, der mit 94 Jahren zum ersten Mal einen Lift bestieg oder Glace ass. Für den vifen und mit viel Schalk gesegneten Rentner war die Fahrt an den Sempachersee daher eine halbe Weltreise. Mit dabei: Sein Zimmerkollege Hans Frei (rechts) im Bild. Was die beiden auf der Fahrt ins Blaue erlebten und was dabei ziemlich „logg“ war, lesen sie am Freitag in der Printausgabe.

Sophia auf der Weide – Steime im Stall

IMG_3551

Ein Rocker im Hippie-Bus: Am Dienstagnachmittag gab Gastfahrer „Steime“ Gas. Doch beim Fahren blieb es nicht. Ursprünglich wollten der Schötzer Joel Erni (8) und sein Bruder Timon (7)  dem Präsidenten des Motorradclubs Iron Drivers Willisau  zwar ihr Lieblingskalb Sophia zeigen. Doch nachdem sich dieses auf der Weide befand, griff Joel kurzerhand zum Mikrophon und löcherte „Steime“ mit seinen Fragen. Dies mitten im Stall von Beat Erni in Roggliswil.

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Znüni nähhhhhhh!

IMG_3470

30 Pärli Schweinswürstli aus der eigenen Kundenmetzgerei von Ehemann Sepp, zwei Kilo Brot, eine Tube Senf und Getränke: Die Grosswanger Gemeinderätin Monika Meier füllte zusammen mit ihrer Tochter Michelle den Böttu-Bus. Ziel: Das Kalofen-Schulhaus 1968 mitten im Dorf. „Znüni näh“ war für die Bauarbeiter vor Ort angesagt. Diese Überraschung hätten sich die Mannen und Frauen redlich verdient. „Der Schulbeginn naht, die Sanierungsarbeiten am Gebäude laufen auf Hochtouren und unter Zeitdruck“, sagt Monika Meier. Doch trotz dem „sehr ambitiösen Zeitplan“ herrsche auf der Baustelle eine gute Stimmung, würden Zimmermannen mit Schreinern und Gipser mit Malern oder Elektrikern eng zusammenarbeiten. „Hier zeigt sich, dass die örtlichen und regionalen Firmen miteinander am gleichen Strick ziehen und eine super Büez abliefern“, so Monika Meier.

In das Loblied stimmten auch Baukommissionspräsident Heinz Herzog und Architekt Jules Hunkeler ein. „Wir konnten sogar eine Woche Verspätung aufholen“, sagt Herzog und fügt schmunzelnd hinzu. „Vielleicht hören dies einige Schüler nicht so gerne.: Aber die Ferien sind definitiv nach sechs Wochen vorbei.“ Freuen dürfen sie sich laut Jules Hunkeler trotzdem: Dank den 2,6-Millionen Franken umfassenden Sanierungsarbeiten stehen ihnen künftig fünf neue Gruppenräume zur Verfügung, wird der Unterricht mit Hilfsmitteln wie Beamer oder Multimedia-Anlage noch interessanter. Dies in einem Gebäude, das mit einem neuen Dach samt Photovoltaikanlage und komplett ausgewechselten Fensterfronten auch von aussen eine „gattig“ macht.

Dolce far niente ist für die rund 20 Arbeiterinnen und Arbeiter beim Kalofen-Schulhaus zwar nicht angesagt. Trotzdem wollten wir wissen, wohin sie am Böttu-Bus-Steuer in die Ferien fahren würden:

Fehler
Dieses Video existiert nicht

IMG_3455 IMG_3464 IMG_3452 IMG_3466

Der Weg in ein drogenfreies Leben

IMG_3388

St.Urban/Obernau Kokain und Heroin: Sie bestimmten die letzten neun Jahre das Leben von Frank, nahmen ihm alles, was er liebgewonnen hatte. Der Böttu-Bus begleitete ihn auf enem wichtigen Wegstück, um «sauber» zu werden.

Nichts wie weg von hier. Frank konnte es kaum erwarten, ins Böttu-Taxi zu steigen und St.Urban zu verlassen. Obwohl er die Klinik und die Betreuung über alles rühmt. Obwohl es nichts Besseres gegeben habe, als hier hinzukommen.  «Du kommst nach St. Urban, um möglichst schnell wieder zu gehen», sagt Frank. Sechs Wochen hat er hier einen Entzug durchgemacht.  Schwitzen und Zittern. Wallende Hitzeschübe und Gänsehaut. Kopf- und Gliederschmerzen. Auf dem «Aff zu sein» bedeute, jede einzelne Stelle des Körpers zu spüren. «Gleichzeitig stürzt du psychisch in ein riesen Loch. Du kannst nicht mehr schlafen. Die Gedanken beginnen zu drehen, du merkst, wie du dein ganzes bisheriges Leben an die Wand gefahren hast», sagt Frank. 32 ist er. Neu beginnen will er. «Haus, Familie, Kinder. Am liebsten wäre ich ein richtiger Bünzli.» Sein Weg dazu führt über die Therapiestation Lehn in Obernau, wo er rund eineinhalb Jahre den Schritt zurück ins Leben lernen will.  Auf der Fahrt zu seiner «Hoffnungstätte» erzählte er seine Geschichte und wieso sein ganzes Leben in einer Einkaufstüte Platz hat. Dies alles wegen eines Briefchens, das er mit 23 Jahren in einer Schublade fand.

Mehr dazu in der Printausgabe vom Freitag.

„S’Luthis Buebe“ waren zur stark für sein Knie

Mit der Stützschiene in den Böttu-Bus: Der Grossdietwiler Daniel Marti liess sich von einem Arztbesuch im Spital Langenthal nach Hause chauffieren. Wieso erzählt er im Video gleich selbst:

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Wie es zum Unfall am Ebersecker Plauschturnier kam, erzählte Daniel Marti bei der Ankunft auf dem Heimetli der Familie noch genauer. Er und seine Schlössli-Trychler standen „S’Luthis Buebe“ aus Roggliswil gegenüber. Seil auf, spannen, bereit, Pull! Und passiert wars. Dem bärenstarken Roggliswiler Bauerarbeiter-Team war Martis Knie-Seitenband nicht gewachsen. „Während ich in meinen Aktivzeiten beim Seilziehclub Ebersecken nie eine Verletzung davontrug, zollte ich nun wohl meinen 34 Jahren Tribut“, sagt der dreifache Familienvater. Nun gelte es, möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen. Er will wieder die Hügel raufzukraxeln und dabei Berge versetzen. Der dazu nötige Menzi-Muck steht bereit.  „Ich gründe auf den ersten September meinen eigenen Baggerbetrieb.“ Soviel steht fest:  Einen motivierteren Patienten als ihn bekommt Daniel Martis  Physiotherapeutin in den kommenden Wochen wohl nicht zu sehen.

Bereits voll in Fahrt waren derweil Daniel Martis Kinder Christian (11), Simon (9) und Julia (7) : Sie nahmen für eine kleine Spritztour im Böttu-Bus Platz. Bevor sie dem WB-Reporter ihren Schulweg zeigten, erzählten sie, wohin sie am liebsten in die Ferien fahren würden:

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Von Krankenhaus zu Krankenhaus

Heute Montag übernahm WB-Reporter Stefan Bossart das Steuer des Böttu-Taxis. Mit einem flauen Gefühl im Magen. Dass er an seinem ersten Sommerserie-Arbeitstag Krankenhaus um Krankenhaus anfuhr, lag jedoch nicht an seiner aufsteigenden Nervosität. Vielmehr an den Fahrgästen.

IMG_3416

Von Wauwil in die Abteilung S des Kantonsspitals Olten: Yvonne Beljean-Bühler nutzte das Böttu-Taxi, um zur Dialyse zu fahren. Ein besonderes Erlebnis, für eine mittlerweile zur Routine gewordene Prozedur. Immer Montags-, Mittwochs- und Freitags reicht Pflegefachmann Christian Rehberg ihren rechten Arm. Dieser steckt eine Nadel in die Vene, eine in die Arterie. Und dann beginnt das Rädchen im Dialyse-Gerät zu drehen, pumpt die 6,4 Liter-Blut von Yvonne Beljean zehn Mal durch die künstliche Niere. „Blutwäsche ist angesagt“, sagt die 44-jährige, die nicht zuletzt dank der guten Betreuung im Spital ihren Humor nie verloren hat. „Das Pflegepersonal hier in Olten ist einfach super. Macht jeden Spass mit und hat immer ein offenes Ohr.“ und da sind ja noch ihre Leidensgenossen, die einen Schwatz schätzen. Rund 10 bis 20 Patienten legen sich täglich auf die Liegen im Grossraum-Krankenzimmer. Und wenn es Yvonne Beljan trotzdem langweilig wird? Dann greift sie zu… einem Arztroman. Dr. Norden lässt grüssen. Ebenfalls der nächste Fahrgast. Das Telefon klingelt. Ab nach Langenthal….. vor dem Regionalspital wartet der nächste Taxi-Kunde.

Mit einer Braut und fünf James-Bond-Girls unterwegs

Polterabend von Franziska Suhl aus Nebikon. Auf der letzten Fuhr von Fahrer Norbert Bossart geht die Post ab. Bond-Girl Franziska ist auf einer Mission, um James wiederzufinden. Sie schiesst in Dagmersellen mit der Armbrust eine gefährliche Katze vom Baum, setzt sich die Spionagebrille auf, entdeckt mitten im Städtchen Sursee vor dem „Beldona“-Laden mit Zitronenschrift und Kerze das Codewort „Pinker Schlüpfer“, muss im Sempacher Camping „Seeland“ blaue Bälle weben und findet heraus: Irgendwo am Luzerner „Blue Balls“ ist ihr James zu finden.

Mehr im WB vom Dienstag.

s1s2s3s4s8s5s6s7s9s10s11s12

Rock ’n’Roller im Hippie-Bus

Ein Rocker fährt den Hippi-Bus: Am kommenden Dienstag sitzt „Steime“ hinter dem Steuer. Der Präsident der Willisauer Iron Drivers ist von 13 bis 18 Uhr mit den Fahrgästen unterwegs. Und obwohl seine Harley „Lotte“ nicht mit von der Partie ist: Sein Versprechen schliesst auf „zügige“ Taxifahrten. Sie wollen mitfahren? Telefon in die Hand, 041 972 60 43 wählen und einen Termin sichern. 

Fehler
Dieses Video existiert nicht